18. Januar 2017

Der externe Kompost


von Anja Grabs (Befürworterin der Pflicht-Biotonne)

Je kürzer und laubfreier der Rasen, je „geleckter“ der Garten, desto mehr Hass wird der Natur entgegengebracht. So werden wertvolle Gartenabfälle, die sich wunderbar zum Kompostieren eignen als „Dreck“ bezeichnet. Man scheut keine Mühen, Kosten und Zeit um das Efeu an Fassaden zu entfernen. Argument: Die Fassadenbegrünung kann bei Schneelast im Winter herabstürzen. Falls jemand so etwas jemals im Leben beobachtet hat, den bitte ich darum Fotos davon zu machen und mir zu schicken, denn Fassadenbegrünung ist ja für vieles bekannt, aber nicht dafür unschuldige Passanten zu erschlagen. So wurde in Gosen eine Fassadenbegrünung entfernt um nun die hässlichste Wand des Dorfes freizulegen mit den noch hässlicheren Graffiti, das nun wieder sichtbar wird und dazu einlädt erneuert und ergänzt zu werden, wo nun kein Grün bzw. „Dreck“ mehr im Weg ist. Wohin nun mit nervenden Gartenabfällen? Oft und auch in diesem Fall werden sie innerhalb von drei Metern Entfernung in die Natur entsorgt, Hauptsache außerhalb des eigenen Gartenzaunes. Hauptsache bequem. Die illegale Entsorgung findet grundsätzlich tagsüber statt, während jeder Passant dabei Zeuge werden kann. Die Täter sind meistens uneinsichtig und bagatellisieren ihr Tun, selbst wenn die Abfälle inmitten eines Naturschutzgebietes oder an einem Gewässerrand entsorgt werden. Wer noch nie kompostiert hat, sagt auch gerne Sätze wie „Das verrottet nie, wenn ich das kompostiere.“, dabei kann ich versichern, dass alle Gartenabfälle früher oder später verrotten, es ist nur eine Frage der Zeit. Wo englischer Rasen den Gänseblümchen im Garten vorgezogen wird und die leblose Thujahecke den Garten umfriedet, gibt es oft keinen Kompost. Der für den Garten benötigte Kompost wird absurderweise für Geld eingekauft, obwohl man ihn gratis aus dem eigenen Garten haben könnte.

Wohin denn nun mit Gartenabfällen im Landkreis Oder-Spree?           
Es gibt drei Möglichkeiten entweder:
1. Kompost im Garten
oder
2. Hausmüll
oder
3. Grünabfallsäcke

Obwohl die Biotonne ab 2015 Pflicht wird, wehrt sich das Kommunale Wirtschaftsunternehmen (KWU) Entsorgung und will sich eine Ausnahmeregelung zunutze machen. Die Menschen in den ländlichen Regionen kompostieren selbst, so lautet ein Argument. Dies hört sich erstmal logisch an, ist jedoch ein Trugschluss, da die illegale Entsorgung von Gartenabfällen in der freien Natur zu den größten von Menschen gemachten Problemen im Naturschutz gehört, insbesondere hier im Landkreis Oder-Spree.

Update im April 2016
Die Märkische Oderzeitung berichtete am 4. April 2016, dass das KWU sich nicht länger vor der Biotonne drücken kann und sie spätestens ab 2020 per Gesetz eingeführt werden muss. Es kann allerdings sein, dass bereits dieses Jahr darüber im Kreistag beschlossen wird, da im Moment in der KWU-Verwaltung in Fürstenwalde die heiße Planungsphase dafür läuft. Ich werde dann im Kreistag für die Einführung der Biotonne stimmen.

Update im Januar 2017
Die Biotonne wurde als "Modellversuch" in einem ausgewählten Modellgebiet mit einigen wenigen Gemeinden im Landkreis Oder-Spree eingeführt. 

12. Januar 2017

Fuchs im Garten - Was tun?

Ich erkläre alles rund um den Fuchs im Garten und den Fuchsbandwurm und zeige dann den Fuchsbau in meinem Garten sowie eine Do-It-Yourself Fuchsentwurmung zum Selbermachen. Viel Spaß!

11. November 2016

How To Exterminate The Fox Tapeworm In Your Area (E-Book)


It is the most dangerous parasite for humans in Europe and it exists in many countries in the northern hemisphere: the fox tapeworm causes the disease alveolar echinococcosis in humans and it is still spreading out. However, the disease is still rare and because of that, the politics in most countries will not fight the cause as the costs for prevention are too high. We can of course wait until scientific studies will hopefully bring better curative treatments in the future. Or we become active as citizens and conduct the prevention ourselves. You will learn how you can help in this e-book. In less than 50 pages you will also learn everything worth knowing about the fox tapeworm in a short and precise way.

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23. Oktober 2016

Nur für kurze Zeit gratis. Das E-Book: Der Fuchsbandwurm in Deutschland und wie wir ihn ausrotten können

Fuchsbau
(Foto: James Lindsey)


Jedes Jahr erkranken dutzende Menschen in Deutschland an der gefährlichsten Parasitenerkrankung in Europa, der alveolären Echinokokkose. Sie wird durch den Fuchsbandwurm ausgelöst und breitet sich, gemeinsam mit diesem, immer weiter aus. Weil die Krankheit dennoch sehr selten ist, wird die Bundes- und Länderpolitik, aufgrund der zu hohen Kosten, keine Ursachenbekämpfung durchführen. Natürlich können wir abwarten bis die Forschung hoffentlich bald bessere Heilmethoden liefert. Oder wir werden als Bürgerinnen und Bürger aktiv und nehmen die Prävention selbst in die Hand, indem wir gemeinsam den Fuchsbandwurm in Deutschland bekämpfen. Jeder kann mithelfen. Wie das geht, erfahren Sie in diesem E-Book. Auf weniger als 50 Seiten wird zudem kurz und knapp alles Wissenswerte rund um den Fuchsbandwurm erklärt. 

Das E-Book "Der Fuchsbandwurm in Deutschland und wie wir ihn ausrotten können" ist jetzt auf Amazon für kurze Zeit gratis, hier erhältlich: Der Fuchsbandwurm in Deutschland und wie wir ihn ausrotten können von Anja Grabs

11. Juli 2016

Portugal in your face! Die Fußball-Europameisterschaft 2016

So jubelt Island:




Von Anfang an haben die Deutschen rumgejammert. Es gibt zu viele Mannschaften (außer Island) und der neue Turniermodus verdrängt die großen Favoriten, so dass ausgerechnet Portugal als Außenseiter mit diesem selbstverliebten Ronaldo gewonnen hat. Man hätte den Sieg im Finale so sehr Frankreich gegönnt. Schließlich ist Frankreich unser Nachbar und nach den Terroranschlägen hätte es Frankreich so gut getan zu gewinnen! Doch Moment, immer wenn es so einen allgemeinen Konsens gibt, wird es auch mal Zeit diese Kritikpunkte unter die Lupe zu nehmen, bevor man nur das nachplappert was alle anderen erzählen.

Zu viele Mannschaften
1996 wurde die Teilnehmerzahl von 8 auf 16 verdoppelt. Und in diesem Jahr wurde die Anzahl auf 24 erhöht. Es wurden 51 statt bisher 31 Spiele ausgetragen und die Endrunde dauerte daher eine Woche länger als sonst. Mehr Spiele, mehr Fußball, eine längere EM? Welcher Fußballfan kann das nicht gutheißen? Außenseiter, also die so genannten Underdogs sollten keine Chance haben zu gewinnen? Seit wann macht das denn einen Sport attraktiv? 

Zuerst einmal heißt es EUROPA-meisterschaft. Europa hat 49 Länder, so dass die UEFA die mögliche Qualifikation aller dieser Länder garantieren müsste. Politisch korrekt wäre sogar, England aus der EM auszuschließen, weil die englische Nationalmannschaft nicht das gesamte Vereinigte Königreich repräsentiert. Die Teilnahme für Nordirland und Wales dürfte dementsprechend auch nicht stattfinden. Und wer sich jetzt darüber wundert, was ich hier schreckliches erzähle (England soll nicht teilnehmen?!), dem sei gesagt, dass genau aus diesem Grund die englische sowie die walisische, schottische und nordirische Nationalmannschaft NICHT an den Fußballturnieren der Olympischen Sommerspiele teilnehmen dürfen. Es heißt schließlich VEREINIGTES Königreich und nicht geteiltes Königreich.

Und jedem, der sich in die isländische Mannschaft verliebt hat, sei gesagt, dass es genau das ist, was eine Erstteilnahme in so einem Turnier ausmacht. Man beschäftigt sich mit einer unbekannten Nationalmannschaft und dementsprechend mit einem ganzen Land. Eine bessere Werbung für ein Land gibt es nicht. So boomt der Tourismus in Island seit der EM mehr denn je. Kein Grund also die Anzahl der Mannschaften zu reduzieren.

Französische Fans
Spätestens als die französischen Fans bei der portugiesischen Nationalhymne gebuht haben, habe ich mich auf die Seite der Portugiesen geschlagen. Was stimmt mit diesen Fans nicht?
Als die Fanzone am Eiffelturm bereits völlig überfüllt war und niemand mehr hinein durfte, kam es zu Ausschreitungen zwischen jugendlichen Randalierern und der Polizei. Es gab ungefähr 50 Festnahmen. Und im Stadion? Da wurde erneut gebuht als Portugals bester Spieler, Cristiano Ronaldo, verletzt das Spiel unterbrechen musste. Es gibt einen gewissen Kodex, einen Respekt, den man der gegnerischen Mannschaft entgegenzubringen hat. Die Franzosen haben hier aus meiner Sicht versagt. Dieses Land ist im Moment so tief gespalten, dass auch ein Sieg hier nicht langfristig geholfen hätte.

Sie fanden es toll, dass die französischen Fans sowie die französische Nationalmannschaft den isländischen „Huh“ Schlachtruf (mehr schlecht als recht) kopiert hat? Dann lesen Sie mal diese beiden Zitate:

„Jesus Christus Frankreich...ihr habt uns besiegt, aber findet doch eure eigene Art zu feiern. #peinlich“ 
– Fan Initiative Icelandic Football

„Es war nett zu sehen, dass der französische Fußball-Verband unsere Anfeuerung in Marseille geehrt hat. Aber niemand kann es besser als Island.“ 
– isländischer Verband KSI

Cristiano Ronaldo
Das Finale war, bis auf das eine Tor, so langweilig, dass wir dankbar sein sollten, Ronaldo dabei zu haben. Seine Tränen als er ausscheiden musste, seine Tränen als Portugal gewonnen hat. Und vor allem sein Enthusiasmus sein Team zu unterstützen und temporär seinem Trainer dabei am Spielfeldrand zu assistieren. Er konnte überhaupt nicht anders, schließlich weiß er gar nicht, wie es ist auf der Bank zu sitzen. Und wer ihn als narzisstisch bezeichnet, der sollte mal eine Frau fragen, was sie von ihm hält, sobald er sein Trikot auszieht (ein bisschen Narzissmus schadet nie). Er ist ein Superstar, eine Ikone. Er vermarktet sich selbst perfekt und wenn ein bisschen Egozentrik hilft, warum nicht? Allen Kritikern sei gesagt, dass er zahlreiche Charityorganisationen unterstützt und keine Skandale á la Messi aufzuweisen hat (und trotzdem lieben alle Messi).

Allerhöchste Zeit also den Portugiesen ihren wohlverdienten Sieg zu gönnen (Oder haben Sie das Tor von Eder nicht gesehen?). 

Jetzt erholen wir uns erstmal ein bisschen von der EM und dann heißt es schon bald: Nach dem Fußball ist vor Olympia.

Zum Weiterlesen

17. Juni 2016

Die Karl-Marx-Allee in Berlin und der Aufstand des 17. Juni

Die Karl-Marx-Allee ist so breit, dass sie, obwohl sie von fast überdimensionierten und bis zu 13 Etagen hohen Häusern im Sozialistischen Klassizismus (Zuckerbäckerstil) gesäumt ist, einen geradezu befreienden offenen Eindruck hinterlässt. Sie sollte als Prachtstraße für Aufmärsche und Paraden genutzt werden. Erich Honecker stand dabei zum Beispiel auf einer Bühne vor dem Kino International, während das Volk am 1. Mai an ihm vorbeizog. 
Die großen Wohnungen in den Häusern sind bis heute heiß begehrt und haben damals so manchen "Westbesuch" beeindruckt. Sie sollten die Wohnverhältnisse revolutionieren und das kulturelle Niveau der "Arbeiterklasse" anheben. 

Diese Arbeiter wiederum sollten um 10% produktiver in ihrem vorgegebenen Zeitrahmen werden und begannen daher am 16. Juni 1953 auf den Großbaustellen dieser damaligen "Stalinallee" zu streiken, was am 17. Juni zu Demonstrationen in großen Teilen der Stadt und in der gesamten DDR führte und dabei immer politischer wurde. So wurde dabei der Rücktritt der Regierung und freie Wahlen gefordert. Unter anderem besetzten die Aufständischen zahlreiche Bürgermeistereien und Kreisratsgebäude. Daraufhin flüchtete die DDR Regierung nach Berlin-Karlshorst, um Schutz der sowjetischen Behörden zu erlangen. Die Aufstände wurden schließlich von der Sowjetarmee blutig niedergeschlagen. Es gab 55 Todesopfer und etwa 20 weitere ungeklärte Todesfälle. Über 1000 Menschen wurden inhaftiert. 

Strausberger Platz

"Stalinbauten" im Zuckerbäckerstil

Strausberger Platz

Das Restaurant "Haus Berlin" existierte schon zu DDR-Zeiten in einer oberen Etage. Heute ist es im Erdgeschoss.


Das legendäre Café Moskau steht heute unter Denkmalschutz.
Stalinallee, Berlin. Bauarbeiten 1953

Stalinallee, Berlin. 1959

Frankfurter Tor, Stalinallee, Berlin. 1959

Zahlreiche Geschäfte bereicherten die Stalinallee 1959 mit ihren noch jungen Linden.  Im Hintergrund das Frankfurter Tor.
Fotos: Anja Grabs (c) 

9. Mai 2016

Kleine Anfrage im Kreistag Oder-Spree zur Busverkehr Oder-Spree GmbH


Busverkehr Oder-Spree (BOS)
(Foto: www.ideengruen.de) 


Kleine Anfrage zur Busverkehr Oder-Spree GmbH vom 20.03.2016 
von 
Anja Grabs - Fraktion Bündnis 90/Die Grünen & Piraten

1. Frage: Der Nahverkehrsplan ÖPNV Oder-Spree läuft dieses Jahr aus. Wird es ab 2017 einen neuen Nahverkehrsplan geben?

Antwort:           

Der gegenwärtig noch gültige Nahverkehrsplan ist ein Rahmenplan, der durch den Kreistag beschlossen wurde. Die getroffenen inhaltlichen Vorgaben zur Erstellung von Beförderungsleistungen wirken über den Zeitraum 2012 bis 2016 hinaus und sind damit weiterhin ein verbindliches Dokument. Dieser Plan war Grundlage für die europaweite Ausschreibung der Busbeförderungsleistungen Oder/Spree Bus für den Zeitraum 2016 – 2026 mit sehr detaillierten Anforderungen in der Qualität und der Quantität. Diese Ausschreibung hat die BOS GmbH gewonnen. Vertraglich wurde fixiert, dass zukünftige Veränderungen im Beförderungsbedarf aufgegriffen und im Rahmen der bestellten Beförderungsleistungen realisiert werden. Der LOS ist Aufgabenträger für den übrigen ÖPNV (Bus und Straßenbahn) im Landkreis, das Land trägt die Verantwortung für den Schienenpersonennahverkehr.

2. Frage: Wurden die Fahrgäste bzw. potentiellen Fahrgäste in den letzten Jahren zu ihren Fahrgewohnheiten befragt?

Antwort:

Ja ständig, in der Regel über das Einnahmeaufteilungsverfahren des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg, was auch stets pressewirksam ist. Darüber hinaus erfolgten periodisch Schwerpunktzählungen der BOS GmbH auf einzelnen Bus-Linien. Weiterhin wurden Zählungen an Umsteigepunkte von der Schiene auf den Bus und umgekehrt veranlasst. Die Ergebnisse flossen in den Fahrplanungen der BOS GmbH mit ein.

3. Frage: Wie steht der Landkreis zur Anlage neuer Wohngebiete, bei denen bisher kein direkter Anschluss zum ÖPNV besteht?

Antwort:

Wie ihnen bekannt ist, werden solche Wohngebiete in der Regel über Bebauungspläne auf den Weg gebracht. Im Rahmen der Bauleitplanung in unserem Kreis werden diese Planungen an die betroffenen Träger öffentlicher Belange gereicht zwecks Stellungnahme. In diesem Zusammenhang wird geprüft, ob eine vorhandene Erschließung zum Beispiel mit ÖPNV-Leistungen vorliegt oder nicht. Bei Nichtvorliegen wird auf die Anforderungen der Leistungsträger verwiesen, bei Busleistungen z.Bsp. auf notwendige Straßenbreiten bzw. mögliche Haltepunkte.

4. Frage: Gibt es Pläne die Flotte in umweltfreundlichere Fahrzeuge umzutauschen? Falls nicht, warum nicht?

Die Frage stellt sich so nicht. Fakt ist, in den Ausschreibungsunterlagen wurden detaillierte Festlegungen für die Neuanschaffung von Fahrzeugen vertraglich festgelegt.
Das bedeutet:

-       ab dem Jahr 2016 erstzugelassenen Fahrzeuge in Niederflurausrüstung müssen die Euro-VI-Norm besitzen  - höchste Abgasnorm!!!!!!
-       ab Auftragsbeginn der Einsatzanteil barrierefreier Fahrzeuge mind. 60% und ab 2022 mindestens 90%
-       Insgesamt wird bei Fahrzeugeinsatz und Fahrzeugbeschaffung auf die Einhaltung der EU-Fahr­zeugrichtlinie 2001/85/EG vom 20.11.2001 sowie der VDV-Empfehlungen Nr. 230 (von 09/2001) „Rahmenempfehlungen für Stadt-Niederflur-Linienbusse (SL III)“ sowie Nr. 231 (von 06/2004) „Rahmenempfehlungen für Überland-Niederflur-Linienbusse“ orientiert.

Das entspricht den gegenwärtigen Vorgaben in der EU.

5. Frage: Wie reagiert die BOS auf die ihr bekannte angespannte Situation der Schülerbeförderung zwischen Langewahl und Fürstenwalde? Sind hier mehr oder größere Busse geplant? Gibt es Busbegleiter?

Antwort:

Das Ergebnis ist ihnen bekannt. Die Geschäftsleitung hat verstärkte Kontrollen angeordnet und über einen längeren Zeitraum die Einstiegssituation speziell zwischen 7.30 und 7.40 Uhr in Langewahl durch internes und externes Personal prüfen lassen.

Ihre Aussage, dass Schüler zurückgelassen wurden, ist falsch.* Von Mitgliedern der Elterninitiative ist auch die Busbegleitung (Personal der BOS) bemerkt worden. Eine längere Begleitung über die TSZ GmbH aus Fürstenwalde konnte nicht finanziert werden, was ihnen auch bekannt ist. Es liegen auch dementsprechend keine Aussagen vom Amt Scharmützelsee vor.
Die zukünftigen Fahrplanungen sind vorbereitet und werden ab September umgesetzt. Die Beförderungsleistungen der Linie 431 und 403 in diesem Gebiet werden angepasst, dementsprechend auch die Buskapazitäten.

6. Frage: Welche Verträge wurden seit 2015 mit der BOS GmbH ausgehandelt? Was beinhalten diese und wie lange sind sie gültig?

Antwort: siehe Antwort zu Frage 1

gez.
M. Buhrke
Dezernent für Finanzen,
Ordnung und Innenverwaltung


Begründung der Anfrage:
Im Jahr 2015 hat sich in Langewahl eine Elterninitiative gegründet und zahlreiche Unterschriften für eine bessere Schülerbeförderung zwischen Langewahl und Fürstenwalde gesammelt. Monatelang wurden Schüler*innen in vollkommen überfüllten Bussen befördert. Teilweise mussten einige Schüler*innen an den Haltestellen zurückgelassen werden. Trotz zahlreicher Gespräche fand keine schnelle und zufriedenstellende Entspannung der Lage statt. 

*Anmerkung:
"Laut der Elterninitiative wurde diese überhaupt erst gegründet, weil Schüler an den Haltestellen zurückgelassen wurden. Davon wurde mir auch von mehreren Eltern vor Ort in Langewahl berichtet. Somit ist diese Aussage nicht falsch." - Anja Grabs